Infektionsforschung und Immunologie

Laufzeit: 01.09.2020 – 31.08.2021

Molekulare Ultraschall-Diagnostik bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist bislang nicht etabliert. In diesem Projekt wollen wir uns die essentielle Rolle endothelialer Zelladhäsionsmoleküle bei der Darmentzündung zunutze machen und im murinen DSS-induzierten Colitismodell CAM (cell adhesion molecule)-spezifische Ultraschall-Kontrastmittel etablieren. Dies soll zum einen die Erfassung des Krankheitsverlaufs als auch das Monitoring des Therapieansprechens verbessern.

Laufzeit: 01.05.2020 – 30.04.2021

SSc ist eine fibrosierende Erkrankung, mit TGF-beta als Schlüsselvermittler der Fibroblastenaktivierung. EN1 identifiziert eine Fibroblastenabstammung mit fibrotischem Potenzial. Wir zeigten, dass EN1 in fibrotischer Haut durch TGF-beta hochreguliert war, und dass EN1 knockout die Fibroblastenaktivierung zum Teil verhinderte. Wir planen, EN2 in Fibrose zu charakterisieren, zu evaluieren, wie EN1 hochreguliert ist und weitere Nachweise für die Rolle von EN1 in Fibroblastenaktivierung zu bringen.

Laufzeit: 01.09.2020 – 31.08.2021

Bis zu 30 % der depressiven Patienten gelten als therapierefraktär und sprechen nicht ausreichend auf Antidepressiva an. Dies scheint mit einer erhöhten Produktion von proinflammatorischer Zytokine wie TNF-a und IL-1, sowie einer Fehlregulation des Cortisolhaushaltes assoziiert zu sein. In diesem Projekt soll die Auswirkung der neuen psychotherapeutischen Methode TaKeTiNa auf die Serumlipide, Cortisolwerte sowie die Produktion proinflammatorischer Zytokine untersucht werden.

Laufzeit: 01.07.2021 – 30.06.2022

Osteoklasten sind die Knochen-resorbierenden Zellen des Körpers, welche unter pathologischen Bedingungen (RA) zu schwere Schäden am Bewegungsapparat führen. Mit Hilfe des löslichen CD83-Molekül konnte im murinen Arthritis Modell die Zerstörung der Knochen inhibiert werden. Ziel des hier vorgelegten Antrags ist die Translation der murinen Daten ins humane System, welches den nächsten wichtigen Schritt für eine künftige therapeutische Applikation darstellt.

Laufzeit: 01.06.2021 – 31.05.2022

Die Integrität des Darmepitheliums spielt eine wichtige Rolle beim Übergang von Autoimmunität zur aktiven Rheumatoiden Arthritis (RA). Für mikrobielle Metabolite von Tryptophan wurde gezeigt, dass sie die intestinale Permeabilität und Entzündungen reduzieren. Es ist jedoch unbekannt ob dies wünschenswerte Auswirkungen auf RA hat. Darüber hinaus ist unbekannt wie die Metabolite intestinal resorbiert werden. Diese Fragestellungen sollen in Zellmodellen und in humanen Serumproben untersucht werden.

Laufzeit: Noch nicht begonnen

Grundlagenforschung, die sich auf die Differenzierung von TCs konzentriert, könnte zum Verständnis der Immunfunktionen des Darmepithels beitragen, die im Zusammenhang mit der Immunmodulation genutzt werden können. Unsere vorläufigen Daten deuten darauf hin, dass das Zusammenspiel zwischen Typ2-Zytokinen und Rac1/RhoA-Funktion innerhalb der IECs für die Differenzierung von TCs wichtig ist. Unser Ziel ist dann die Beschreibung der molekularen Mechanismen, die das Zellschicksal der TCs steuern.

Laufzeit: 06.07.2021 – 05.07.2022

T-Zellen bilden eine wichtige Grundlage für den Schutz vor Infektionen nach einer Impfung. Während B-Zell- und Antikörperantworten gut verstanden sind, ist wenig darüber bekannt, welche Antigen-reaktiven T-Zellen nach der Primär- und Auffrischungsimpfung rekrutiert werden und in ein lang anhaltendes immunologisches Gedächtnis übergehen. In diesem Projekt werden wir diese Fragen bei SARS-CoV-2 Geimpften mittels modernster T-Zell-Rezeptor-Charakterisierung und Funktionstestung untersuchen.

Laufzeit: Noch nicht begonnen

Bei Patienten mit Parodontitis und Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten (LKGS) sowie z.T. auch während orthodontischer Behandlung wurden orale Dysbiosen und erhöhte Entzündungswerte beobachtet. Hier sollen erstmals das orale Mikrobiom und die lokale Entzündung in oralen Nischen systematisch mittels 16S rDNA Sequenzierung und Multiplex Immun-Assay analysiert und mit Einflussfaktoren wie Gingivitis/ Parodontitis, Alter, LKGS, exogenen Faktoren und kieferorthopädischer Behandlung korreliert werden.

Laufzeit: Noch nicht begonnen

Ein Trauma ist die häufigste Todesursache bei Menschen unter 45 Jahren. Ein Trauma kann jeden treffen, überall und zu jeder Zeit. Stumpfe kardiale Verletzungen sind mit einer erhöhten Sterblichkeit nach einem Trauma verbunden. Eine Umverteilung des Gap Junction Proteins Connexin43 ist mit kardialer Dysfunktion verbunden. In diesem Projekt sollen neue molekulare Mechanismen und therapeutische Optionen der kardialen Cx43 Regulation nach einem Trauma aufgedeckt werden.

Laufzeit: Noch nicht begonnen

Neben der Pharmakotherapie ist die physikalische Medizin ein wichtiger Baustein für die Behandlung von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, insbesondere der Spondylarthritis. Neben klassischen Maßnahmen der physikalischen Therapie wie Physiotherapie gibt es auch Daten, die einen Nutzen von Yoga in der Therapie von entzündlich rheumatischen Erkrankungen nahelegen. Yoga besteht vor allem aus Dehn- und Kraftübungen und verbindet Aspekte der physikalischen Therapie mit physikalischer Aktivität.

Laufzeit: Noch nicht begonnen

Der Transkriptionsfaktor NFATc3 ist wichtig für die Regulierung von T-Zellen. Eine Anhäufung von NFATc3+-Zellen bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen spricht für einen Zusammenhang von NFATc3 und Colitis. Um diesen Bezug zu zeigen, werden spezifische Knockout-Mäuse in experimentellen Colitis-Modellen untersucht und die molekulare Funktion von NFATc3 analysiert. Die Ergebnisse sollen die Rolle von NFATc3 bei Colitis klären und ein mögliches therapeutisches Konzept entwickeln.

Laufzeit: 01.08.2921 – 31.07.2022

Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen (CED) umfassen zwei große Subtypen: Morbus Crohn (CD) und Colitis ulcerosa (UC), wobei der Entstehung eine immunologische Dysfunktion zugrunde liegt. Veränderungen der Mundschleimhaut und des Zahnhalteapparates werden beobachtet. Parodontitis (P) wird als dysbiotische Entzündungserkrankung definiert, jedoch bleibt die Beziehung zwischen der Inzidenz und dem Schweregrad der Parodontitis und der Zytokinexpression bei CED Patienten unklar.