Neurowissenschaften
Laufzeit: 01.07.2023 – 30.06.2026
Die Entwicklung des Zentralnervensystems hängt von der Koordination des Mikrotubuli Zytoskeletts ab. In dieser Projektskizze schlagen wir vor die molekulare Landschaft, induziert durch Mutation in Mikrotubuli-assozierten Komponenten, die in human Neuroentwicklungsstörungen implizierten sind, zu kartografieren um gemeinsam und unterschiedliche molekulare Besonderheiten zu identifizieren. Dieser Ansatz wird uns erlauben neu Strategien zu designen, um dem Krankheitsverlauf entgegenzuwirken.
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| Projektleiter Dr. Sven Falk E-Mail: sven.falk@fau.de |
Laufzeit: 01.07.2023 – 30.06.2026
Spezifische Regulation des Protein-Abbaus durch das Ubiquitin-Proteasom-System ist ein wichtiger Faktor in der Myelinisierung, in der Remyelinisierung sowie in neurodegenerativen Erkrankungen. Ich möchte die Funktionen der Deubiquitinase Otud7b in Oligodendrozyten in vitro und in einem Otud7b-knockout-Mausmodell untersuchen und funktionelle Otud7b-Interaktoren in Oligodendrozyten identifizieren, um das Verständnis der posttranskriptionellen Regulation der ZNS-Myelinisierung zu vertiefen.
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| Projektleiterin Dr. Melanie Küspert E-Mail: melanie.kuespert@fau.de |
Laufzeit: 01.06.2023 – 30.11.2025
Aversive lokale Nischenbedingungen inhibieren die Aktivität neuraler Stammzellen (NSZ) im adulten ZNS. Dieses Projekt verfolgt das neue Konzept, dass NSZ zur Schaffung günstiger bzw. aversiver Nischenbedingungen beitragen. Spezifisch werden wir die Mechanismen untersuchen, über die dysfunktionale NSZ eine aversive Nische generieren mit einem Fokus auf i) die Zusammensetzung und der biomechanischen Eigenschaften der extrazellulären Matrix und ii) die Rolle durch NSZ freigesetzter Exosome.
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| Projektleiter Prof. Dr. Dieter Chichung Lie E-Mail: chi.lie@fau.de | Projektleiter Prof. Dr. Kristian Franze E-Mail: kristian.franze@fau.de |
Laufzeit: 04.04.2023 – 30.04.2026
Autosomal rezessive Mutationen tragen wesentlich zu geistiger Behinderung und neurologischen Entwicklungsstörungen bei. Die hohe genetische Heterogenität dieser Störungen macht die Identifikation pathogener Varianten jedoch schwierig. In einem umfassenden Ansatz kombinieren wir die genomische Sequenzierung und Transkriptomanalyse einer türkischen konsanguinen Patientenkohorte mit mindestens 2 betroffenen Kindern mit in silico und in vivo Analyse von Kandidatengenen im Modellsystem Drosophila.
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| Projektleiter Prof. Dr. André Reis E-Mail: andre.reis@uk-erlangen.de | Projektleiter Prof. Dr. Peter Soba E-Mail: peter.soba@fau.de |
Laufzeit: 01.06.2023 – 30.06.2026
Die Parkinsonsche Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, welche durch den fortschreitenden Verlust dopaminerger Mittelhirnneurone (mDA Neurone) gekennzeichnet ist. Eine Vielzahl an molekular und funktionell verschiedenen mDA Subtypen können unterschieden werden. Wie diese verschiedenen Subtypen spezifiziert werden, ist bislang weitgehend unbekannt. Dieses Projekt soll die Hypothese testen, ob temporale Musterbildung zur Etablierung neuronaler Diversität von mDA Neuronen beiträgt.
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| Projektleiter Dr. Andreas Sagner E-Mail: andreas.sagner@fau.de |
Laufzeit: 01.02.23 – 30.06.2026
Mutationen im Transkriptionskorepressor CtBP1 verursachen die Neuroentwicklungsstörung HADDTS. Zentralnervöse CtBP1-Funktionsanalysen beschränkten sich bisher auf Neurone. Wir fanden eine Bedeutung in Oligodendrozyten und werden oligodendrogliale Funktionen von CtBP1 sowie zugrundeliegende zelluläre und molekulare Mechanismen in Maus- und menschlichem ES-Zell basierten zellulären Krankheitsmodell zum Nachweis eines Beitrags von oligodendroglialen und Myeliniiserungsdefekten zu HADDTS bestimmen.
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| Projektleiter Prof. Dr. Michael Wegner E-Mail: michael.wegner@fau.de | Projektleiterin Prof. Dr. Anna Fejtova E-Mail: anna.fejtova@uk-erlangen.de |
Heterozygote Varianten des Transkriptionsfaktors SOX11 verursachen eine seltene Neuroentwicklungsstörung, das mit geistiger Behinderung und Mikrozephalie einhergeht. Das vorliegende Projekt untersucht das neue Konzept, dass SOX11 über einen nicht-transkriptionellen Mechanismus – eine wesentliche Rolle für die mitotische Spindelfunktion spielt und dass eine Störung dieses Mechanismus zur Pathogenese von SOX11-assoziierten Neuroentwicklungsstörungen beiträgt.
In diesem Projekt wird die Rolle von Oligodendroglia bei Schizophrenie untersucht. In einem Mausmodell der Psychose werden die Oligodendroglia-Funktion und der präfrontale Sphingolipidstoffwechsel erforscht. Untersucht wird, wie sich die Myelinisierung auf die neuronale Kodierung in kognitiven Schaltkreisen auswirkt und ob die Erregbarkeit der Oligodendroglia dabei eine Rolle spielt. Dies ermöglicht neue Einblicke in die Mechanismen der Schizophrenie und ihrer Therapie.
Entzündliche Darmerkrankungen stören neuro-immunologische Darmkreise. Während darminnervierende Neuronen anfällig für Entzündungen sind, bieten Satellitenglia Schutz. Neue Erkenntnisse verknüpfen gliale Plastizität mit SOX10, doch seine Regulation in darminnervierenden Ganglien ist unklar. Wir untersuchen die zytokinvermittelte Modulation von SOX10 in Glia der myenterischen, Mesenterialischen und spinalen Ganglien, um Mechanismen der entzündungsinduzierten Plastizität bei Kolitis aufzudecken.
Neurodegenerative Erkrankungen (NEs) betreffen häufig komplexe Neuronen mit langen Axonen, was eine molekular definierte Vulnerabilität für Synapsenverlust als frühes Merkmal von NDs darstellt. Unser Ziel ist es, diese Signale zu identifizieren, mehrere NE-assoziierte Modelle zu testen und die Effektoren des Axonlängen-abhängigen Synapsenverlusts in menschlichen Zellen zu validieren, um konservierte molekulare Mechanismen als Ansatzpunkt für die frühzeitige Behandlung von NEs zu entschlüsseln.
Laufzeit:
Die molekularen Mechanismen der selektiven Vulnerabilität von Motoneuronen bei Motoneuronerkrankungen (MND) sind wenig verstanden, jedoch zeigte sich eine dysregulierte RNA-Prozessierung. Long-lived RNA (LL-RNA) wurde kürzlich als potenziell kritische Komponente der neuronalen Langlebigkeit erkannt und wir zeigten, dass LL-RNA in menschlichen Motoneuronen anreichern. Dieses Projekt untersucht LL-RNA in MND mittels Gehirn-Organoiden, um neue Biomarker und Therapieziele zu charakterisieren.









