Tumorforschung

Laufzeit: 01.09.2019 – 31.12.2021

Die Gesichtshaut ist am häufigsten von nicht melanotischem Hautkrebs (NMSC) betroffen. Das immunologische Profil dieser Tumoren ist jedoch wenig verstanden. Das ELAN Projekt strebt eine immunhistologische Aufarbeitung dieses Problems an und soll die Grundlage für die Entwicklung eines Immunoscores als prognostisch-therapeutische Ergänzung zur etablierten TNM-Klassifikation ermöglichen.

Laufzeit: 01.06.2020 – 31.05.2021

Untersuchungen, ob hohe Mengen an Tumorzell-dsRNA, die von ERVs stammen, das immunologische Tumorimmunmilieu in der Tumorigenese des MIBC beeinflussen, indem sie den „Virusalarm“/ die IFN-Reaktion aktivieren, die zu einer hohen antitumoralen Lymphozyteninfiltration, zur Formation von tertiären Lymphstrukturen sowie zur Modulation der adaptiven Immunreaktion führen (Immun-Checkpoints, ne-gative regulatorische Immunzellen und ECM-Produktion), und wie Krebsvorläufer dem Immunsystem aktiv entgehen.

Laufzeit: 01.12.2020 – 30.11.2021

Eine Reparaturdefizienz für DNA-Schäden findet sich häufig bei triple-negativem Brustkrebs, insbesondere bei vorliegender BRCA1/2-Mutation, und geht mit einer höheren Mutationslast und Immunogenität einher. In diesem Projekt wird mittels Multispektral-Bildgebung die räumliche Verteilung verschiedener Immunzellen in Präparaten triple-negativer Tumoren von 40 Patienten (BRCA1+, BRCA2+, WT) und deren Einfluss auf klinische Parameter untersucht.

Laufzeit: 01.02.2021 – 31.01.2022

Lungenkrebs ist die häufigste und tödlichste Krebsart. Obwohl eine Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren die Prognose verbessern kann, spricht nur eine Minderheit der Patienten auf diese Behandlung an. Gewebsständige T-Zellen (TRM) in der Tumormasse korrelieren positiv mit der Prognose und sind für die Wirksamkeit der Immuntherapie essentiell. In der vorliegenden Studie wird eine neuartige mukosale Impfstrategie eingesetzt, um TRM in der Lunge gegen Tumorantigene zu induzieren.

Laufzeit: 16.04.2021 – 15.04.2022

Das Cluster of Differentiation 109 (CD109) ist ein Protein auf der Zelloberfläche, das mittels GPI Anker auf dieser verankert ist. Es gehört zur ?2-Macroglobulin, C3, C4, C5 Proteinfamilie und wird auf Keratinozyten, Thrombozyten, Immunstammzellen sowie CD4+ und CD8+ T-Zellen exprimiert. CD109 wurde auch es als Risikofaktor für verschiedene Tumorerkrankungen beschrieben und wir wollen die Interaktion von CD109 auf der Zelloberfläche und sich ergebende zellspezifische Veränderungen untersuchen.

Laufzeit: noch nicht begonnen

SNAT1 vermittelt den Transport von neutralen Aminosäuren in Zellen. Unsere bisherigen Daten zeigen eine signifikante Induktion der SNAT1-Expression in humanen Melanomzellen versus Melanozyten. Eine siRNA-induzierte Reduktion von SNAT1 inhibiert die zelluläre Proliferation und Zellzyklus-Progression der Tumorzellen. Ziel des Projektes ist, die Bedeutung von SNAT1, einem interessanten therapeutischen Ziel, im humanen Melanom detailliert zu verstehen.

Laufzeit: 01.07.2021 – 30.06.2022

Immuntoxine – Fusionsproteine von Toxinen und Antikörpern – werden durch Paclitaxel bis zu 100-fach verstärkt. Wir entwickelten Duotoxine, die Paclitaxel-ähnliches DM1 und Immuntoxine an einem Antikörper kombinieren. Standardimmuntoxine sind nicht effizient zu konjugieren. Nach Wechsel zu vollen Antikörpern wurden erfolgreich Duotoxine generiert. Hier möchten wir das Konzept mithilfe neuer Technologien auf weitere Ziele ausweiten, bevor wir eine Forschungsfinanzierung beantragen.

Laufzeit: noch nicht begonnen

In diesem Projekt soll die Rolle von GPR15L in der Entstehung und Entwicklung des kolorektalen Karzinoms untersucht werden. Für GPR15L wurde in vitro bereits eine anti-proliferative Wirkung auf das Wachstum von Tumorzellen gezeigt, die wir in vivo im Mausmodell bestätigen wollen. Zudem ist es unser Ziel, den Einfluss von GPR15L auf das intestinale Mikrobiom im Zusammenhang mit der Entstehung und der Progression des kolorektalen Karzinoms in vitro und in vivo zu untersuchen.