ELAN-Anschubfinanzierung
Die Anschubfinanzierung (ELAN) dient der Förderung von Projekten des wissenschaftlichen Nachwuchses aus der gesamten Medizinischen Fakultät als Anschub-, Pilot- und/ oder Zwischenfinanzierung.
Projects:
P164: Welche Rolle spielen Annexine als Liganden für Dectlin-1 in der Osteoklastendifferenzierung
Project leader:
Unsere vorläufigen Ergebnisse legen nahe, dass AnnexinA1, das von absterbenden Zellen im Knochenmark exprimiert wird, an Dectin-1 auf Osteoklasten bindet, um die Osteoklastendifferenzierung zu induzieren. Daher soll in dem geplanten Projekt der molekulare Mechanismus des AnxA1-induzierten Dectin-1-Signalwegs analysiert werden. Darüber hinaus möchte ich die AnxA1-exprimierende myeloide Zellpopulation in der Knochenmarksnische und ihren Einfluss auf die Osteoklastendifferenzierung definieren.
P176: Garcinol als neue Therapieoption für das Chondrosarkom
Project leader:
Chondrosarkome sind bösartige Knochentumore, die nicht auf Chemo- und Strahlentherapien ansprechen. Vorarbeiten konnten zeigen, dass der natürliche Wirkstoff Garcinol zur starken Reduktion von Proliferation und Koloniebildungsfähigkeit dieser Tumorzellen führt. Ebenso verbesserte Garcinol das Ansprechen der chemoresistenten Chondrosarkomzellen auf das Chemotherapeutikum Cisplatin. Projektziel ist daher, den therapeutischen Effekt von Garcinol auf Chondrosarkomzellen näher zu untersuchen.
P179: Muskel Tissue Engineering auf PCL-Kollagen I-PANi-Nanofaser Scaffolds im EPI Loop Modell
Project leader:
Das Ziel dieses Projektes besteht darin, differenziertes, axial vaskularisiertes und neurotisiertes Skelettmuskelgewebe aus ADSC und Myoblasten auf PCL-Collagen I-(PANi)-Nanofaserscaffolds zu züchten. Dazu werden besiedelte Nanofaser-Scaffolds aus PCL-Collagen I mit und ohne Polyanilin (4%) für 6 Wochen in das neurotisierte EPI loop Modell der Ratte implantiert. Anschließend wird die myogene Differenzierung analysiert mit der Hypothese, dass der Zusatz von PANi (4%) diese verbessert.
P181: Wechselseitige Kontrolle von Stoffwechsel und Immunmodulation in Fettgewebe und Leber
Project leader:
Adipositas ist durch übermäßige Fettansammlung gekennzeichnet, die durch eine Zunahme entzündlicher Immunzellen im Fettgewebe (AT) zu chronischen Entzündungen führt, was unter anderem Fetteinlagerungen in Organen wie der Leber verursacht. Das Projekt konzentriert sich auf die Rolle des immunmodulatorischen CD83-Moleküls beim Fettstoffwechsel und der mit Fettleibigkeit zusammenhängenden Immunregulierung in AT und Leber, was Erkenntnisse für neue Strategien gegen Fettleibigkeit liefern könnte.
P190: Untersuchung der protektiven Rolle von EVs auf die Darmentwicklung der Zebrafischlarve
Project leader:
Extrazelluläre Vesikel (EVs) sind membranumhüllte Nanopartikel, entscheidend für Zellkommunikation und Organogenese. Auf Grundlage aktueller Literatur vermuten wir, dass EVs aus humaner Muttermilch (HBM-EVs) die intestinale Reifung und Regeneration fördern. Die Studie untersucht ihre protektiven Eigenschaften bei DSS-induzierter Darmverletzung in Zebrafischlarven und analysiert Zell-Morphologie, Entzündungs- und Reparaturprozesse.
P177: Erzeugung kontrastmittelverstärkter Brust-MRT-Bilder aus nativen Sequenzen mittels Deep Learning
Project leader:
Es soll die Anwendung von Latenten-Diffusions-Modellen (LDMs) auf Brust-MRTs genauer untersucht werden, mit dem Ziel, synthetische, Kontrastmittel- (KM)-verstärkte Sequenzen zu erzeugen, ausgehend von nativen MRT-Sequenzen als Input für den Konditionierungsprozess. Die resultierenden Bilder werden bzgl. ihrer Eignung für diagnostische Zwecke bewertet. Die Ergebnisse tragen dazu bei, das Potenzial und die Grenzen von LDMs bei der Erzeugung von KM-verstärkten Brust-MRTs besser zu verstehen.
P178: Integrative Analyse von Einzelzell-RNA-seq-Daten zur Entschlüsselung von CAF-Subtypen in PDAC-Mausmodellen
Project leader:
Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines robusten Referenzrahmens für die Analyse von CAF-Subtypen durch die Integration von scRNA-seq Datensätzen aus PDAC-Mausmodellen. Durch die Identifizierung konsistenter Gensignaturen werden wir eine Grundlage für die Untersuchung von CAF Heterogenität und Funktion im PDAC schaffen. Der resultierende Datensatz wird die Reproduzierbarkeit in der präklinischen Forschung verbessern und Studien zu CAF-Dynamiken in verschiedenen Tumorkontexten erleichtern.
P189: Generierung rekombinanter Impfstoffkandidaten gegen BoDV-1
Project leader:
Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) verursacht eine tödliche Encephalitis im Menschen. In diesem Projekt sollen rekombinante Varianten des Glycoproteins G hergestellt und auf die Oberfläche liposomaler Nanopartikel gekoppelt werden, welche zusätzlich biomolekulare Adjuvanzien enthalten. Optional sollen auch virale Strukturproteine in den Liposomen verpackt werden, um lebend-attenuiertes Virus nachzuahmen. Die Liposomen sollen in einer Folgestudie in Antikörper-humanisierten Mäusen erprobt werden.
P186: PAINMAP-IBD: Hautsensorische Testung zur Erfassung viszeraler Nervendysfunktion bei CED-bedingtem Schmerz
Project leader:
PAINMAP-IBD untersucht, ob kutane sensorische Afferenzen als Surrogatmarker viszeraler Nervendysfunktion bei CED-assoziierten Bauchschmerzen dienen können. Mittels abdomineller quantitativer sensorischer Testung (QST) und C-Faser-selektiver Stimulation werden sensorische Phänotypen und periphere Neurofunktion erfasst und mit klinischer Aktivität, Biomarkern und Therapieansprechen in definierten Patientenkohorten korreliert.
P188_OA: Allospezifische Reaktionen von Marginalzonen B Zellen bei der Nierentransplantation
Project leader:
Die Rolle von Marginalzonen B Zellen bei der Transplantatabstoßung von ist unbekannt. Wir planen die spenderspezifischen Reaktionen von Marginalzonen B Zellen im Ratten-Nierentransplantationsmodell zu untersuchen. Die Fähigkeit der Marginalzonen B Zellen Anti-Spender-Antikörper und inflammtorische oder regulatorische Zytokine zu produzieren wird analysiert. Ferner wird der Einfluss einer Anti-BAFF-Antikörperbehandlung auf Marginalzonen B Zellen im Nierentransplantationsmodell analysiert.
P195: Zur Rolle und den Folgen von LINE-1 Retroelementen in Extrazellulären Vesikeln
Project leader:
LINE-1 Elemente (L1) sind bei vielen Autoimmunerkrankungen, darunter auch SLE, hochreguliert. Obwohl L1 intrazellulär repliziert, konnten wir L1 RNA in extrazellulären Vesikeln (EV) aus Patientenserum nachweisen. Da L1 inflammatorisch wirkt, verfolgen wir die Hypothese, dass L1 in EVs die Pathogenese beeinflussen und als Biomarker bei Patienten dienen kann. Zudem untersuchen wir, ob L1 über EVs mobilisiert werden kann, was dem Dogma von L1 als intrazellulärem Pathogen entgegen steht.
P183: Molekulare Charakterisierung der CAR-T-Zell-vermittelten Remission bei SLE
Project leader:
Trotz Fortschritten im Verständnis von SLE bleibt eine Remission selten. Ein Treat-to-Target-Ansatz zielt darauf ab, die Krankheitsaktivität zu minimieren und Organschäden sowie Schübe zu reduzieren. Die B-Zell-Immunitätssignatur korreliert mit dem Behandlungserfolg, wobei ihre Umkehrung entscheidend ist. CAR-T-Zellen versprechen eine anhaltende, medikamentenfreie Remission. Wir werden Transkriptionsprofile von Therapieansprechen und Resistenz analysieren.
P194: GPR15-gesteuertes Trafficking Antikörper-produzierender Zellen bei CED
Project leader:
Das Projekt untersucht den Einfluss von GPR15:GPR15L auf das Darm-Homing Antikörper-produzierender Zellen im Kontext chronisch entzündlicher Darmerkrankungen. Es wird erforscht, ob dieses Trafficking-Programm die Einwanderung IgA/IgG-produzierende Zellen in den Darm unterschiedlich beeinflusst und ob dies den Verlauf von intestinalen Entzündungsprozessen und die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms verändert. Untersucht wird dies mit in vitro und in vivo Assays sowie bioinformatische Analysen.
P197: Untersuchung der Sequenzgrammatik altersensitiver cis-regulatorischer Elemente beim neuronalen Altern
Project leader:
Warum versagen manche genetische Schalter in Neuronen im Alter, während andere stabil bleiben? Mit Messungen von RNA, Chromatin-Zugänglichkeit und Histonmarken kartieren wir alterssensitive regulatorische DNA und lernen Sequenzregeln, die Verwundbarkeit vorhersagen. Erklärbare KI-Modelle nennen Motive und Kombinationen, die wir per Sequenz-Edits und Reporter-Tests prüfen, um kausale Mechanismen und mögliche Ansatzpunkte zu finden.
P196: Die Rolle des Transkriptionsfaktors c-Jun in der Effektorfunktion von Eosinophilen bei allergischer Entzündung
Project leader:
Eosinophile sind Haupttreiber allergischer Atemwegsentzündungen. Der Transkriptionsfaktor AP-1 (c-Jun) reguliert viele Immunzellen, seine Funktion in Eosinophilen ist jedoch unbekannt. Mittels Eosinophilen-spezifischer c-Jun-Knockout-Mäuse untersuchen wir den Einfluss von c-Jun auf Aktivierung, Migration und Überleben im Allergiemodell. Ziel ist die Identifizierung neuer Angriffspunkte zur Modulation der Entzündung.
P192: Charakterisierung der genregulatorischen Netzwerke in ccRCC-Krebszell-Subpopulationen
Project leader:
Ziel des Projekts ist es einen Atlas der Genregulationsnetzwerke im klarzelligen Nierenzellkarzinom (ccRCC) zu erstellen. Dafür werden öffentlich zugängliche Einzelzell-Genexpressions und Chromatin-Zugänglichkeitsdaten von ccRCC und angrenzendem gesundem Gewebe integriert. Generegulatorische Netzwerke, die bestimmte ccRCC-Krebszell-Subpopulationen steuern, werden identifiziert. Der resultierende Atlas wird das Identifizieren von neuen Ansatzpunkten für therapeutische Interventionen unterstützen.
P200: Die Rolle der ATP-Citrat-Lyase (ACLY) bei der Bildung von Antikörper-sekretierenden Zellen
Project leader:
Aktivierung und Differenzierung von B-Zellen zu Antikörper-sezernierenden Zellen (ASC) ist essentiell für unsere Immunität. ASC-Bildung geht mit Veränderungen der Morphologie und des Stoffwechsels einher. Wir untersuchen in einem B-Zell-spezifischen KO-Modell, wie die Lipogenese, hier die ATP-Citrat-Lyase (ACLY), diesen Prozess steuert. Wir analysieren die ACLY-Funktion in der Keimzentrumsbildung, bei der antigenspezifischen humoralen Immunantwort und in der Stoffwechselaktivität.


